Kletter Spezial – Mobile Sicherungspunkte

Klemmkeile am Klettergurt

Klemmkeile am KlettergurtDie ersten „Gehversuche“ beim Klettern werden meist in der Halle unternommen. Immer trocken, kein langer Zustieg, Umkleide, Bistro. Alles ist in direkter Umgebung zur Kletterwand.

Auch die Abstände zwischen den Sicherungspunkten sind sehr homogen. Nach 1,5m, spätestens aber nach 2m kann man wieder seine Expresse einclippen.

Aber wie sieht es „Draußen“ aus? An der echten Wand…

Hier schwankt die Anzahl der Haken pro Meter von Fels zu Fels.

So kann es sein, dass an der Leupoldsteiner Wand im beliebten Frankenjura auf den ersten 8 Metern einer 6er Route kein einziger Haken kommt.

Damit man diese Routen dennoch mit Genuss klettern kann, gibt es sogenannte mobile Sicherungsgeräte. Werden sie richtig gesetzt bzw. gelegt erhöhen sie die Sicherheit und auch weite Hakenabstände sind kein Problem mehr.

Die 4 häufigsten mobilen Sicherungstechniken sind:

Bitte denkt daran, dass der Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln gelernt sein will! Ein falsch gelegter Friend kann schlimme Folgen nach sich ziehen. Daher lohnt es sich, einen Kurs zu machen, oder sich das Handling von einem erfahrenen Kletterer zeigen zu lassen.

Kletter Spezial – Klemmkeil

Klemmkeile gehören zu den wohl bekanntesten Sicherungsmitteln. Es gibt sie in unterschiedlichen, Größen, Formen und Farben. Allen gemeinsam ist die Eigenschaft, dass sie in einem Spalt oder einem Riss „verkeilt“ werden. Das funktioniert am besten bei Rissen, die sich in Zug-/Fallrichtung verjüngen.

Da die Zugrichtung im Falle eines Sturzes meist nach unten gerichtet ist, sollte man beim Legen darauf achten, dass sich der Klemmkeil genau in diese Richtung sauber „verkeilt“ und fest sitzt.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass sich beim Weiterklettern ein Klemmkeil lockern kann. Besteht diese Gefahr, sollte man den Klemmkeil mit einer zusätzlichen Expresse verlängern.

Dadurch verringert sich die Gefahr, dass das Kletterseil den Klemmkeil in eine ungewollte Richtung aushebelt.