Immer dabei – Das Fiskars Beil X5

Auf einer ordentlichen Bushcraft-Tour kommt es nicht auf jedes Gramm an. Vielmehr geht es um einen erlebnisreichen Aufenthalt in der Natur. Anders als beim Survival geht es beim Bushcrafting nicht ums „Überleben in der Natur“, sondern ums „Leben in der Natur“.

Damit die Auszeit angenehm gestaltet werden kann, greife ich gerne auf Hilfsmittel zurück. Da gehört zum Einen ein ordentliches Messer dazu und seit einiger Zeit auch eine Säge und ein kleines Beil.

Anfangs war ich skeptisch, ob ein Beil in dieser Größe tatsächlich nützlich ist. Das handliche Beil X5 von Fiskars* hat mich aber schon nach den ersten Einsätzen überzeugt.

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Faszinierende Kombination – Nortik Scubi 1

Der Transport eines Kajaks ist meist die größte Herausforderung und lässt nicht wenige davor zurückschrecken, in diesen wunderschönen Sport einzusteigen.

Neben dem Kajak selbst kommt noch ein Dachgepäckträger und man braucht immer eine Möglichkeit vom Ende der Tour zum Einstiegsort zurück zu kommen.

Ganz anders geht es mit dem Nortik Scubi. Eine Kombination aus Falt- und Aufblaskajak mit enorm geringem Gewicht.

Überraschende Eigenschaften

Bei einer ersten Testfahrt besticht das Scubi durch seine Spurtreue und Geschwindigkeit, die man sonst bei aufblasbaren Kajaks schmerzlich vermisst.

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Der Salewa Mountain Guide 38 Pro im Test

Salewa Mountain Guide 38 Pro

Wow, mehr halten als vorher versprochen. So sollte es immer sein.

Der Salewa Mountain Guide 38 Pro ist speziell für den alpinen Einsatz ausgelegt. Halterungen für Eispickel, Ski, Schneeschaufel sind ebenso vorgesehen, wie ein seitlicher Eingriff um direkt an das Material im Rucksack ran zu kommen.

Pause auf dem Rotwandhaus

Der erste Eindruck

Der Mountain Guide Pro hat eine solide Verarbeitung und ist durchdacht entworfen. Zum Beispiel hat er 3 Features, die in der Produktbeschreibung gar nicht aufgelistet sind:

  1. Es ist ein Netz für die Helmhalterung dabei
  2. Zwei zusätzliche Packriemen
  3. Eine Rückenplatte, die individuell an den Rücken des Trägers angepasst werden kann

So etwas finde ich sehr erfreulich.

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Oritk Tupek „Biwak-Zelt“ Test

Ortik Tupek Biwak Zelt

Ortik Tupek Biwak ZeltEine wirklich findige Idee. Innerhalb kürzester Zeit ist man vor Wind und Wetter geschützt.

Das Tupek ist eine Mischung aus Biwak-Sack und Zelt. Es ist für den Alpinen Einsatz entwickelt und soll 2 Personen im Falle eines Wetter-Umschwungs oder einer notwendigen Übernachtung von äußeren Einflüssen schützen.

Struktur bilden dabei die beiden Insassen. Sie lehnen sich beide gegen die Innenwand und stabilisieren sich dadurch gegenseitig.

Eine Mahlzeit lässt sich so unabhängig vom Wetter zubereiten.

Ist man alleine unterwegs übernimmt der Rucksack den Counterpart und stabilisiert so den Innenraum. Oder man baut das Tupek mit Hilfe von Wanderstöcken auf. Es erhält dadurch mehr Struktur und steht von alleine.

Das Tupek ist erstaunlich geräumig. Wird es „mit Struktur“ aufgebaut, kann der neue seitliche Eingang genutzt werden, was es schon fast zu einem Zelt werden lässt.

Der seitliche Eingang ist neu bei diesem Modell dazu gekommen. Für meinen Geschmack eine sinnvolle Erweiterung.

Anders als in dem Video, werden die Wanderstöcke nun aussen befestigt. Aber mir persönlich genügt der große Trekking Rucksack als Platzhalter um kurz Unterschlupf zu suchen.

Einziges Manko ist der Packsack. Es ist wirklich mühsam, das gesamte Material da wieder rein zu stopfen. So schnell der Aufbau geht und man geschützt ist, umso länger brauche ich, um das Tupek wieder zu verpacken.

1-2 cm mehr Höhe vom Packsack und es würde sich mit Leichtigkeit verstauen lassen.

Fazit: Das Tupek wird sehr sicher meinen Biwaksack auf den nächsten Touren ersetzen.

Smart Sicherungsgerät von Mammut

Mammut Smart Sicherungsgeraet

Mammut Smart SicherungsgeraetDer Smart von Mammut ist nach dem momentanen Stand der Sicherheitsforschung das wohl intuitivste, halbautomatische Sicherungsgerät auf dem Markt.

Nach Gaswerk soll ein Sicherungsgerät die natürlichen Reflexe des Menschen unterstützen. Das ist zum Einen der Greifreflex, zum Anderen neigen wir dazu in einer Gefahrensituation unsere Hände zum Körper hin zu ziehen.

Nach ersten Tests lässt sich die angenehme Handhabung des Smart bestätigen. Er lässt sich gut bedienen und die Geschwindigkeit beim Ablassen lässt sich sehr gut einstellen.

Hängt der Seilpartner im Seil, braucht man fast keine Handkraft aufzubringen, um das Seil blockiert zu halten.

Das ist gerade in schwereren Routen, wo man doch öffters mal probieren muss, sehr angenehm für den Sichernden.

Langzeittest

Smart_am_KarabinerDas einzige Manko nach einigen Monaten ist die Abnutzung des verwendeten Karabiners. Da das Smart mit dem blanken Metall auf dem Karabiner aufliegt, entstehen mit der Zeit tiefe Kratzer.

Die bisher entstandenen Kratzer links und rechts der seilführenden Rille haben keine scharfkantigen Grate entwickelt. Es kommt also zu keiner sicherheitskritischen Beschädigung. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass der Karabiner wesentlich früher ausgetauscht werden muss.

Kletter Spezial – Felsköpfl als mobiler Sicherungspunkt

Felskoepfl gelegt mit Bandschlinge

Felskoepfl gelegt mit BandschlingeBeim Hallenklettern braucht es keine mobilen Sicherungspunkte. Die Hakenabstände sind klein und die Sicherung ist zuverlässig.

Am echten Fels ist es hingegen sinnvoll, viele Möglichkeiten zu kennen, zusätzliche Sicherungspunkte zu setzen. Das macht das Klettern sicherer und gibt Vertrauen im Vorstieg.

In Kletterläden finden man meist Klemmkeile und Friends bzw. Camalots als mobile Sicherungspunkte. Aber eine zusätzliche Sicherung muss nicht zwangsläufig mit hochtechnischen Geräten erfolgen.

Eine einfache Bandschlinge (90cm – 120cm) kann vielseitig eingesetzt werden. Zum Beispiel zum Legen eines Felsköpfls.

Um einen passenden Felsvorsprung wird die Bandschlinge doppelt gelegt wie im Bild gezeigt. Auf ein Felsköpfl darf man sich nie blind verlassen, da sich die Bandschlinge beim Überklettern lösen kann. Lässt es die Felsform zu, kann sich sogar ein Umlenker mittels Felsköpfl realisieren lassen.

Bergzeit.de

Kletter Spezial – Sanduhr als mobiler Sicherungspunkt

Bandschlinge in einer Sanduhr gefaedelt

Bandschlinge in einer Sanduhr gefaedeltDiese zusätzlichen Sicherungsmöglichkeiten werden häufig vergessen. Dabei sind sie so effektiv wie auch einfach zu legen. Eine Bandschlinge lässt sich gerade im lörichen Kalk oft um eine Sanduhr fädeln. Das ist ein Loch in der Wand, das an einem anderen Ende wieder heraus kommt.

Eine Sanduhr zu fädeln ist nicht schwer. Dazu muss einfach die Bandschlinge durch das Loch und das andere Ende gefädelt werden. (siehe Bild)

Beachten sollte man allerdings, dass die Sanduhr dick genug ist.
Faustregel: Das Gestein, um das die Bandschlinge gelegt wir sollte so dick wie ein Unterarm sein.

Wie dick eine Sanduhr tatsächlich sein muss, hängt allerdings auch stark vom Fels ab.

Bergzeit.de

Das richtige Schuhwerk

Wer Draussen unterwegs ist braucht die richtigen Schuhe. Aber was heißt richtig?

Die klassiche Antwort: Es hängt davon ab…

Es kommt darauf an, wo wir unterwegs sind. Ob auf befestigten Wegen, mit Gepäck oder ohne, im Gebirge oder im Flachland.

Daher gibt es für Trekking- und Wanderschuhe eine Kategorisierung.
 

Kategorie Gelände Aktivität Gepäck
F Befestigte Wanderwege, Straße, flaches Land Freizeit, Alltag, Urlaub kein oder leicht
A Flaches Gelände, Schotter Wege, Wanderwege Wanderungen, Walking leicht
B Wanderwege, auch steinige Wege Wanderungen im Flachen oder im Mittelgebirge, leichtes Trekking mittel / schwer
C Gebirge, Alpen, Geröll Ausgedehnte Bergtouren, mehrtägiges Trekking schwer
D Hochgebirge, Gletscher Hochtouren, Eistourren, Eisklettern schwer

Kletter Spezial – Mobile Sicherungspunkte

Klemmkeile am Klettergurt

Klemmkeile am KlettergurtDie ersten „Gehversuche“ beim Klettern werden meist in der Halle unternommen. Immer trocken, kein langer Zustieg, Umkleide, Bistro. Alles ist in direkter Umgebung zur Kletterwand.

Auch die Abstände zwischen den Sicherungspunkten sind sehr homogen. Nach 1,5m, spätestens aber nach 2m kann man wieder seine Expresse einclippen.

Aber wie sieht es „Draußen“ aus? An der echten Wand…

Hier schwankt die Anzahl der Haken pro Meter von Fels zu Fels.

So kann es sein, dass an der Leupoldsteiner Wand im beliebten Frankenjura auf den ersten 8 Metern einer 6er Route kein einziger Haken kommt.

Damit man diese Routen dennoch mit Genuss klettern kann, gibt es sogenannte mobile Sicherungsgeräte. Werden sie richtig gesetzt bzw. gelegt erhöhen sie die Sicherheit und auch weite Hakenabstände sind kein Problem mehr.

Die 4 häufigsten mobilen Sicherungstechniken sind:

Bitte denkt daran, dass der Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln gelernt sein will! Ein falsch gelegter Friend kann schlimme Folgen nach sich ziehen. Daher lohnt es sich, einen Kurs zu machen, oder sich das Handling von einem erfahrenen Kletterer zeigen zu lassen.

Kletter Spezial – Klemmkeil

Klemmkeile gehören zu den wohl bekanntesten Sicherungsmitteln. Es gibt sie in unterschiedlichen, Größen, Formen und Farben. Allen gemeinsam ist die Eigenschaft, dass sie in einem Spalt oder einem Riss „verkeilt“ werden. Das funktioniert am besten bei Rissen, die sich in Zug-/Fallrichtung verjüngen.

Da die Zugrichtung im Falle eines Sturzes meist nach unten gerichtet ist, sollte man beim Legen darauf achten, dass sich der Klemmkeil genau in diese Richtung sauber „verkeilt“ und fest sitzt.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass sich beim Weiterklettern ein Klemmkeil lockern kann. Besteht diese Gefahr, sollte man den Klemmkeil mit einer zusätzlichen Expresse verlängern.

Dadurch verringert sich die Gefahr, dass das Kletterseil den Klemmkeil in eine ungewollte Richtung aushebelt.