113km Kajaktour – 4. Tag – Cham bis Imhof

Frühstück und Tee beim Kanuclub ChamDie Nacht in Cham war überraschend angenehm. Entweder habe ich mich schon langsam an die Kälte der Nacht gewöhnt, oder man merkt wirklich, dass es langsam Frühling wird.

In weiser Vorraussicht bin ich am Abend zuvor schon mit Fleecepulli und langer Hose in den Schlafsack gekrabbelt. Diese Vorbereitung hat sich ausgezahlt.

Schon am frühen morgen schien die Sonne auf mein Zelt, es wurde innen angenehm warm, so dass das Aufstehen leicht fiel. Nach einer angenehmen, warmen Dusche gab es zum Frühstück leckeren Bampf. Das ist meine Umschreibung für gefrier-getrocknetes Porridge aus dem Beutel, das man mit 400ml kochendem Wasser ansetzt und dann 10 Minuten ziehen lässt.

Porridge Bampf zum FrühstückNach dieser Zeit hat es die Konsistens von… Bampf halt.

Der Tag schien vielversprechend zu werden. Nach dem phänomenalen Streckenabschnitt von gestern war ich hochmotiviert, die deutlich längere, heutige Etappe in Angriff zu nehmen. Die offizielle Etappe ginge heute von Cham bis nach Roding, würde 22,5 km betragen und hat erfreulich wenige Umtragestellen.

Meine Etappe führt heute allerdings bis zum Zeltplatz Imhof, von dem ich im Internet schon viel Gutes gelesen habe. Dafür nehme ich die 6,5 km Mehrweg gerne in Kauf.

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113km Kajaktour – 5. Tag – Imhof bis Marienthal

Kurz hinter ImhofDie heutige Strecke ist nur 2 km kürzer als die Gestrige. Ich liege noch im Schlafsack und kann vor lauter Krach nicht mehr schlafen…

“Was ist das denn?” dachte ich mir. So langsam dämmerte es mir und ich wurde allmählich wach. Die Ziegen aus dem kleinen Streichelzoo, nur wenige Meter neben mir, wurden gerade gefüttert. Da geht es zu wie am Jahrmarkt. Ich persönlich glaube ja, dass die Ziegen vor lauter schreien, gar nicht zum essen kommen.

“Ok, dann stehe ich halt auch auf.” Das Wasch-Haus am Imhof hat zu dieser Jahreszeit noch keine Heizung an, dass habe ich gestern beim Zähneputzen noch mitbekommen. Zum Glück war aber Warmwasser schon angestellt und ich wusste, nach einem kurzen Kälteschock in der Dusche wird das Wasser mich schon wieder aufwärmen.

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113km Kajaktour – 6. Tag – Marienthal bis Regenstauf

Mit dem Handy ist man in Marienthal nur spärlich erreichbar. Aber dennoch ist es mir gelungen, meinen “Fahr- und Abholservice” nach Regenstauf, statt nach Regensburg zu rufen. Bei diesem Gespräch hat mein Dad mir so nebenbei mitgeteilt, dass die Schönwetter-Periode kurzfristig durch ein sauberes Gewitter unterbrochen wird und mit heftigen Regengüssen zu rechnen ist.

Nach einigem Hin und Her, ob ich die Tour heute schon beenden soll, blieb mein abenteuerlustiger Teil in mir doch standhaft und ich war gespannt darauf, was kommen mag.

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2. Tag schwarzer Regen mit dem Kanu

Höllenstein See StimmungsfotoDer zweite Tag wird wesentlich ruhiger werden, als gestern. Schon früh morgens sind wir auf den Beinen und genießen unser Frühstück auf der Sonnenterasse in der Schnitzmühle. Die Nacht war angenehm warm, so dass wir die Schlafsäcke kaum genutzt haben.

Schon jetzt spitzt die Sonne über die Baumwipfel im Osten und erfüllt das Tal mit hochsommerlicher Stimmung. Stefan und Claus bringen das Auto zu unserem heutigen Zielort, damit wir von da unten auch wieder weg kommen. Die Fahrt hin und zurück dauert etwa eine dreiviertel Stunde, weil es doch ziemlich kurvig ist.

In der Zwischenzeit nutzen wir die Gelegenheit, die getrockneten Zelte abzubauen und zu verstauen. Als die beiden Autofahrer wieder ankommen, haben wir schon alles fertig gepackt und sind bereit in “See” zu stechen.

Der heutige Abschnitt kommt uns fast unendlich weit vor. Da die Strömung merklich nachgelassen hat, dauert jeder Kilometer fast doppelt so lange wie gestern. Das ist natürlich mit unseren Gummi-Kajaks besonders herb, weil sie nicht die schnittigsten sind.

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2 Tage mit dem Kajak auf dem Schwarzen Regen

Wildwasser im Schwarzen RegenUnsere Gruppe zählt für die nächsten zwei Tage sechs Köpfe. Doris und Stefan, Ingeborg, Christine und Claus und ich sind im Bayerischen Wald nahe Viechtach auf dem schwarzen Regen unterwegs.

Der schwarze Regen ist wohl einer der abwechslungsreichsten Flüsse bei uns in Süddeutschland. Von Wildwasser II bis zu “gar keiner Strömung” ist alles dabei. Unsere Tour geht über 2 Tage und startet an der Einstiegsstelle Gumpenried.

Gegenüber des Einstiegs ist ein kleiner Parkplatz, wo wir unser Auto sicher und schattig abstellen können. Nur ein Katzensprung ist es über die Strasse bis zur Einstiegsstelle. Sie ist gut ausgebaut, so dass man die zwei Meter Höhenunterschied bis zur Wasseroberfläche per Treppe zurücklegen kann. Oberhalb der Treppe ist genug Platz um die Kajaks fahrbereit zu machen. Wir alle sind nämlich mit unseren Schlauchkajaks unterwegs. 5 Einer und 1 Doppel.

Gerade für den Beginn bietet der schwarze Regen um diese Einstiegsstelle etwas ruhigeres Wasser. Da kann man sich wieder etwas an das Fahrverhalten gewöhnen, bis es schon nach 500m richtig zur Sache geht.

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Tag 8 in Nordschweden – Das Leben mit Gold in Abisko

Trekkers InnNachem wir unsere Goldmedaille überreicht bekommen haben, legten wir erstmal unsere liebgewonnenen Rucksäcke ab und ließen die Atmosphäre etwas wirken. Zirka alle fünf Minuten kamen weitere Finalisten. Alle wurden mit dem gleichen, warmen und herzlichen Applaus begrüßt. Nur diesmal klatschten wir mit. Jedes mal, wenn der Zeileinläufer den Applaus gehört hat, sah man, wie er dadurch Kraft schöpfte. Einige fingen regelrecht an zu rennen um das Ziel noch schneller zu erreichen.

Es ist schön zu sehen, dass sich alle Teilnehmer gegenseitig unterstützen. Und was mich noch mehr freut ist, dass trotz der großen Teilnehmerzahl von rund 2000 Startern kein noch so kleines Fitzelchen Müll auf der Strecke zu sehen war. Es sehen also die Teilnehmer als selbstverständlich an, die Natur zu achten und zu ehren.

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Tag 7 in Nordschweden – Time for Gold – Stunde 59 bis 70h 14m 49s

Die GoldmedaillePiep piep piep – piep piep piep … Es ist genau 6:30 Uhr und meine Uhr, die ich gestern Nacht noch gestellt habe, weckt uns pünktlich auf die Minute.

Es war wirklich frisch geworden heute Nacht. Aber zum Glück hat der Schlafsack ja noch ordentliche Reserven. Fjällräven hat sich schon etwas dabei gedacht, als sie auf ihrer Webseite einen Schlafsack empfohlen haben, der bis -5°C geht.

Es hilft nichts, wir müssen raus, auch wenn es im Schlafsack gerade so kuschelig warm ist. Also nehme ich mein schon so oft durchgeschwitztes Hemd mit in den Schlafsack und wärme es schon einmal für fünf Minuten vor.

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