Idealer Regenschutz beim Kanufahren

Kajakfahren in Glaskogen

Kajakfahren in GlaskogenEs kann immer mal sein, dass es regnet. Ist es durch den Wetterbericht schon ab zu sehen, fährt man einfach nicht los. Erwischt es einen unterwegs, ist man besser gerüstet.

Mit einer „normalen“ Regenbekleidung kommt ihr da nicht weit. Ich würde euch einen Poncho empfehlen. (Für jeden Einen)

Unter dem Poncho ist man auch im sitzen 100% trocken. So lässt sich eine schlecht Wetter Periode mit besserem Gemüt überstehen. Bis auf die Haut nass zu sein, ist nicht Jedermanns Sache und trägt auch nicht zur guten Stimmung bei.

Klar kann man für einen Poncho auch ordentlich Geld zahlen. In den meisten „Urlaubs“-Fällen würde ich allerdings ganz einfache „Notfall-Ponchos“ empfehlen. Die kann man zwar nach zwei Tagen Benutzung wegwerfen, aber dafür kostet einer auch nur 2 EUR. (bsp. Karstadt)

Mit einem Poncho lässt sich auch ein ganzer Regen-Tag im Kanu „aussitzen“. -> Wenn es sein muss.

Nur so als Tipp 🙂

Oritk Tupek „Biwak-Zelt“ Test

Ortik Tupek Biwak Zelt

Ortik Tupek Biwak ZeltEine wirklich findige Idee. Innerhalb kürzester Zeit ist man vor Wind und Wetter geschützt.

Das Tupek ist eine Mischung aus Biwak-Sack und Zelt. Es ist für den Alpinen Einsatz entwickelt und soll 2 Personen im Falle eines Wetter-Umschwungs oder einer notwendigen Übernachtung von äußeren Einflüssen schützen.

Struktur bilden dabei die beiden Insassen. Sie lehnen sich beide gegen die Innenwand und stabilisieren sich dadurch gegenseitig.

Eine Mahlzeit lässt sich so unabhängig vom Wetter zubereiten.

Ist man alleine unterwegs übernimmt der Rucksack den Counterpart und stabilisiert so den Innenraum. Oder man baut das Tupek mit Hilfe von Wanderstöcken auf. Es erhält dadurch mehr Struktur und steht von alleine.

Das Tupek ist erstaunlich geräumig. Wird es „mit Struktur“ aufgebaut, kann der neue seitliche Eingang genutzt werden, was es schon fast zu einem Zelt werden lässt.

Der seitliche Eingang ist neu bei diesem Modell dazu gekommen. Für meinen Geschmack eine sinnvolle Erweiterung.

Anders als in dem Video, werden die Wanderstöcke nun aussen befestigt. Aber mir persönlich genügt der große Trekking Rucksack als Platzhalter um kurz Unterschlupf zu suchen.

Einziges Manko ist der Packsack. Es ist wirklich mühsam, das gesamte Material da wieder rein zu stopfen. So schnell der Aufbau geht und man geschützt ist, umso länger brauche ich, um das Tupek wieder zu verpacken.

1-2 cm mehr Höhe vom Packsack und es würde sich mit Leichtigkeit verstauen lassen.

Fazit: Das Tupek wird sehr sicher meinen Biwaksack auf den nächsten Touren ersetzen.

Zeltaufbau Üben – Gerade bei Regen

Trocken im Zelt sitzenWie schön kann es in der Natur sein. Traumhafte Wanderungen, gigantische Ausblicke, einfach Natur erleben.

Gerade hat man sich ein neues Zelt gekauft und es natürlich gleich mit auf Tour genommen. Aber da hinten ziehen auf einmal dunkle Wolken auf. Wir wollten gerade unser Lager aufschlagen, aber bis wir eine passende Stelle gefunden haben, regnet es schon in Strömen.

Jetzt ist der gut dran, der sein Zelt kennt, oder zumindest schon mal aufgebaut hat. Gerade bei Regen ist jede Minute wertvoll.

Je schneller das schützende Aussenzelt seinen Dienst tut, desto trockener und im Endeffekt auch wärmer, ist unser Schlafplatz.

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Mehrtages Kajak Tour auf dem Regen Fluss

Tourenkarte der Kajak Tour auf dem Regen Fluss

Im April 2010 war es für mich an der Zeit mit dem Prijon Combi 359 mal eine längere Fluss-Tour zu machen. Über 6 Tage ging die Tour von Gumpenried am schwarzen Regen bis nach Regenstauf; 16 km vor Regensburg.

Die einzelnen Etappen möchte ich in separaten Artikeln etwas genauer Beschreiben. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den übergeordneten Informationen zu dieser Tour.

Ganz zu Beginn empfehle ich jedem, der diese Tour machen möchte, den ausführlichen Ratgeber des Tourismusverbandes Ostbayern e.V., der kostenlos auf der Webseite von Ostbayern-Tourismus angefordert werden kann. Direkter Link zur Prospektbestellung

Gemütliches Frühstück beim Kanuclub ChamDer Ratgeber geht erst ab Blaibach, aber die Tour schon in Gumpenried zu starten ist nicht weiter tragisch, die Umtragestellen sind super ausgeschildert und wer eine ausführliche Beschreibung haben möchte, findet sie hier.
2 Tage auf dem schwarzen Regen (Gumpenried – Schnitzmühle)
2. Tag auf dem schwarzen Regen (Schnitzmühle – Blaibach)
Detailierte Zeichnungen der Umtragestellen am schwarzen Regen (Gumpenried – Blaibach)

Die im Folgenden beschriebene Tour ist 113km lang und dauerte 6 Tage. Die Etappen waren gut zu meistern. Weiter hätte ich aber an keinem Tag fahren wollen 😉

Eine tolle Übersicht mit Umtragestellen und Besonderheiten auf dieser Strecke gibt’s auch hier.

Wer noch mehr Flussbeschreibungen sucht, findet auf der Seite von Peter Haas eine umfassende Sammlung.

Ich möchte für jeden Tag einen Artikel verfassen, wo ich ein bisschen über meine Tour erzähle, die Links und Adressen der Übernachtungsplätze aufführe und etwas genauer auf die Besonderheiten der Strecke eingehe.

Beste Grüße,
Bastian

113km Kajaktour – 1. Tag – Gumpenried bis Schnitzmühle

Impression nach dem Gumpenrieder SchwallAm 21.04.2010 ging es auf in dem Bayerischen Wald. Gegen drei Uhr sind wir in Gumpenried angekommen und wenig später ging es schon auf’s Wasser.

Wir hatten super Wetter, aber der schwarze Regen führte durch die Schneeschmelze noch extrem kaltes Wasser, so dass wir diese Etappe und ich dann alle anderen Etappen auch, mit Neoprenanzug bestritten haben. Sicher ist sicher.

Der Einstieg nach der Wehranlage in Gumpenried ist spitze ausgebaut und bis zur Wasseroberfläche bequem per Treppe erreichbar.
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113km Kajaktour – 2. Tag – Schnitzmühle bis Blaibach

Impression am MittagAm nächsten Morgen war der Tau auf meinem Kajak gefroren und ich entschied mich, noch ein paar Minuten weiter zu schlafen.

Allerdings war ich zu aufgeregt. Die erste mehrtages Tour. Schon so oft habe ich mir diesen Tag ausgemalt. Zuhause mindestens drei Mal, das Kajak probegepackt und überprüft, wie die ganze Ausrüstung am besten unterzubringen ist.

Das Prijon Combi ist kein reinrassiges Tourenkajak. Es schließt die Lücke zwischen einem wendigen Flusskajak mit leichtem Wildwasser und der Tourentauglichkeit für mehrere Tage. Und jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass es diese Aufgabe perfekt erfüllt.

Ich hatte zwar keinen Platz mehr übrig, aber genauso musste ich auf nichts verzichten. Ich hatte (bis auf Trinkwasser) den Proviant für die gesamten 6 Tage mit an Bord. Zusammen mit Zelt, Isomatte, Daunenschlafsack (bei den Temperaturen ein absolutes Muss), Klamotten zum Wechseln, Buch zum Lesen, Kocher, etc.

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113km Kajaktour – 3. Tag – Blaibach bis Cham

Schwallstrecke bei BlaibachBitter kalt war die Nacht. Trotz Seideninlett musste noch Fleecejacke und Hose herhalten. Ich bin mir nicht sicher, wie viel Grad es hatte, aber -5°C haben nicht gereicht.

Nun denn, mit den Klamotten im Schlafsack waren dann doch noch ein paar erholsame Stunden im Schlafsack möglich und ich konnte mich gegen halb zehn auf eine schöne warme Dusche freuen. Ich hab zu diesem Zeitpunkt übrigens beschlossen, doppelt so viele Warmwasser-Dusch-Coins zu kaufen, wie noch am Tag zuvor 🙂

Tatsächlich kamen noch ein paar andere verrückte Kajakfahrer aus dem Norden für ihr Jahresauftakt-Trainings-Wochenende auf den Campingplatz.

Ein kleines Frühstück mit original schweizer Ovomaltine-Riegeln, einen frisch gekochten Tee und schon geht es ans Zusammenpacken. Wenn ich in diesen Tagen etwas zu schätzen gelernt habe, dann ist es ein Zeltplatz mit intensiver Morgensonne. Also freier Blick gen Osten.

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113km Kajaktour – 4. Tag – Cham bis Imhof

Frühstück und Tee beim Kanuclub ChamDie Nacht in Cham war überraschend angenehm. Entweder habe ich mich schon langsam an die Kälte der Nacht gewöhnt, oder man merkt wirklich, dass es langsam Frühling wird.

In weiser Vorraussicht bin ich am Abend zuvor schon mit Fleecepulli und langer Hose in den Schlafsack gekrabbelt. Diese Vorbereitung hat sich ausgezahlt.

Schon am frühen morgen schien die Sonne auf mein Zelt, es wurde innen angenehm warm, so dass das Aufstehen leicht fiel. Nach einer angenehmen, warmen Dusche gab es zum Frühstück leckeren Bampf. Das ist meine Umschreibung für gefrier-getrocknetes Porridge aus dem Beutel, das man mit 400ml kochendem Wasser ansetzt und dann 10 Minuten ziehen lässt.

Porridge Bampf zum FrühstückNach dieser Zeit hat es die Konsistens von… Bampf halt.

Der Tag schien vielversprechend zu werden. Nach dem phänomenalen Streckenabschnitt von gestern war ich hochmotiviert, die deutlich längere, heutige Etappe in Angriff zu nehmen. Die offizielle Etappe ginge heute von Cham bis nach Roding, würde 22,5 km betragen und hat erfreulich wenige Umtragestellen.

Meine Etappe führt heute allerdings bis zum Zeltplatz Imhof, von dem ich im Internet schon viel Gutes gelesen habe. Dafür nehme ich die 6,5 km Mehrweg gerne in Kauf.

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113km Kajaktour – 5. Tag – Imhof bis Marienthal

Kurz hinter ImhofDie heutige Strecke ist nur 2 km kürzer als die Gestrige. Ich liege noch im Schlafsack und kann vor lauter Krach nicht mehr schlafen…

„Was ist das denn?“ dachte ich mir. So langsam dämmerte es mir und ich wurde allmählich wach. Die Ziegen aus dem kleinen Streichelzoo, nur wenige Meter neben mir, wurden gerade gefüttert. Da geht es zu wie am Jahrmarkt. Ich persönlich glaube ja, dass die Ziegen vor lauter schreien, gar nicht zum essen kommen.

„Ok, dann stehe ich halt auch auf.“ Das Wasch-Haus am Imhof hat zu dieser Jahreszeit noch keine Heizung an, dass habe ich gestern beim Zähneputzen noch mitbekommen. Zum Glück war aber Warmwasser schon angestellt und ich wusste, nach einem kurzen Kälteschock in der Dusche wird das Wasser mich schon wieder aufwärmen.

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113km Kajaktour – 6. Tag – Marienthal bis Regenstauf

Mit dem Handy ist man in Marienthal nur spärlich erreichbar. Aber dennoch ist es mir gelungen, meinen „Fahr- und Abholservice“ nach Regenstauf, statt nach Regensburg zu rufen. Bei diesem Gespräch hat mein Dad mir so nebenbei mitgeteilt, dass die Schönwetter-Periode kurzfristig durch ein sauberes Gewitter unterbrochen wird und mit heftigen Regengüssen zu rechnen ist.

Nach einigem Hin und Her, ob ich die Tour heute schon beenden soll, blieb mein abenteuerlustiger Teil in mir doch standhaft und ich war gespannt darauf, was kommen mag.

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