Kamera Akku richtig laden und lagern

In den heutigen Kameras finden meist LiPo (Lithium-Polymer) Akkus Verwendung. Sie sind leistungsfähig und haben keinen Memory-Effekt mehr.

Wurden Akkus früher vor dem Laden nicht komplett entladen, verlor der Akku an Leistung. Der Memory-Effekt erhielt seinen Namen, da sich der Akku nur bis zu dem Punkt entladen ließ, den er vor dem Ladevorgang hatte. Konkret heißt das, wenn der Akku zu 20% voll war und er anschließend geladen wurde, konnte man den Akku nur noch zu 80% seiner Kapazität nutzen. Er hat also nicht mehr so lange gehalten.

Mit Lithium-Ploymer Akkus gehört das jetzt der Vergangenheit an. Doch leider haben LiPo Akkus ein anderes Problem, welches bei Missachtung dazu führen kann, dass der gesamte Akku unbrauchbar wird.

Zum einen verkraften diese Akkus keine Tiefen-Entladung, was aber durch entsprechend verbaute Elektronik kein relevantes Problem mehr darstellt. Viel schlimmer wirkt sich eine andere Eigenschaft dieser Akku-Gattung aus.

Über Wochen hinweg voll geladen führt zum Aufblähen

Lithium-Polymer Akkus verkraften es nicht, wenn sie längere Zeit voll geladen gelagert werden! Lagern wir eine Kamera beispielsweise für längere Zeit bis zum nächsten Urlaub, kann es verheerend sein, den Akku zuvor randvoll zu laden.

In diesem Fall können sich die Akkus aufblähen. Bei Smartphones, welche dauerhaft am Netzteil hängen passiert es häufig, dass es sogar den Bildschirm abhebt.

Explosionsgefahr bei aufgeblähten LiPo Akkus

Aufgeblähte Akkus dürfen beispielsweise nicht mehr per Post versendet werden, da Explosionsgefahr besteht.

Auch das Laden der Akkus sollte nicht in unmittelbarer Nähe von brennbaren Materialien geschehen. Ich lade meine Akkus meist auf dem Fließenboden mit etwas Abstand zu Wand und Möbeln.

Wie lagern Lithium-Polymer Akkus richtig?

Soll der Akku für eine längere Zeit (> 1 Woche) nicht benutzt werden, sollte man ihn nur bis auf 40%-60% seiner Kapazität laden. Das erreicht man entweder mit einer verkürzten Ladedauer, oder man entlädt den Akku durch Benutzung des Gerätes in dem er seinen Dienst verrichtet bis er zirka halb leer ist.

Das gleiche gilt selbstverständlich für alle modernen Geräte, die auf Lithium-Polymer-Technologien basieren. Das sind Smartphones, PowerBanks, GPS / Navigationsgeräte, Taschenlampen, Drohnen, ActionCams und viele weitere.

Es lohnt sich also, nach seinen Abenteuern etwas Zeit zu investieren und seine Akkus zu prüfen und notfalls anzupassen.

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